Knoblauch ist nicht gleich Knoblauch – das sollte inzwischen klar sein. Knoblauch gibt es in verschiedenen Sorten und Varietäten. Knoblauch unterscheidet sich aber auch in zwei Unterarten. Es gibt den Hardneck Knoblauch und den Softneck-Knoblauch. Die beiden Arten unterscheiden sich in den Wachstumsanforderungen, der Struktur aber auch im Geschmack. Sowohl an der Knolle als auch am Wuchs kannst du beide Arten gut unterscheiden.
So erkennst du Hardneck Knoblauch
Hardneck Knoblauch (Allium sativum var. ophioscoroden) wird auch als „Urknoblauch“ bezeichnet, denn aus ihm wurden wahrscheinlich alles Knoblauchsorten gezogen. Hardneck Knoblauch trägt den lateinischen Namen Allium sativum var. ophioscorodon. Sein Markenzeichen ist ein harter Stängel in der Mitte. Um diesen Stängel bilden sich die Zehen aus. Am Ende des Blütenschafts bildet er eine Knospe mit kleinen Samen. Hardneck Knoblauch wird auch als Schlangenknoblauch bezeichnet, da sich die Stielenden ab einer gewissen Wuchshöhe winden.
Winterknoblauchsorten gehören meist zum Hardneck Knoblauch. Hardneck Knoblauch ist sehr kältetolerant und eignet sich deshalb für Regionen mit niedrigen Temperaturen und einem rauen Klima. Für die Ausbildung der Scheinblüte wird der Kältereiz des Winters benötigt. Kleiner Nachteil – der Hardneck Knoblauch ist nicht so lagerfähig wie Softneck Knoblauch. Die Lagerzeit ist etwa vier bis sechs Monate kürzer. Dafür sind die Knoblauchsorten sehr viel aromatischer.
Auf den Punkt gebracht:
- Hardneck Knoblauch verfügt über einen Stängel, um den sich die Zehen bilden.
- kältetolerant,
- nach Kältereiz bildet er eine Scheinblüte,
- sehr aromatisch,
- relativ kurz lagerfähig
So erkennst du Softneck Knoblauch
Die meisten weltweit kultivierten Knoblauchsorten gehören zum Softneck Knoblauch (Allium sativum var. sativum). Diese Knoblauchsorten verfügen über keinen harten Blütenstängel in der Mitte. Die Sorten blühen nur bei ungünstiger Witterung. Außerdem sind sie relativ anspruchslos. Alle Softneck-Varianten lassen sich sehr gut flechten und leicht ernten. Die Knollen verfügen über mehrere Reihen von Knoblauchzehen. Sie schmecken je nach Sorte mild bis scharf begleitet von einem süßen Geschmacksprofil. Softneck Knoblauch können Sie zwischen acht und zwölf Monate lagern, wenn die Lagerbedingungen stimmen.
Softneck Knoblauch ist der ideale Knoblauch für jede Gelegenheit. Durch seinen mild-süßen Geschmack lässt er sich in der Küche sehr vielseitig verwenden und verfeinert viele Speisen ohne zu intensiv zu schmecken. Die Knoblauch Variante ist besonders gut geeignet für die Ernte im Frühsommer. Übrigens verfügt der Softneck Knoblauch über mehr Zehen, die aber meist kleiner sind als beim Hardneck Knoblauch.
Auf den Punkt gebracht:
- bildet keinen Blütenstängel,
- relativ anspruchslos,
- bildet mehrere Reihen Knoblauchzehen aus,
- milder Geschmack,
- lange lagerfähig.
Hardneck Knoblauch oder Softneck Knoblauch – ist das nicht egal?
Für den Anbau im Garten solltest du unbedingt die Unterschiede kennen. Vor allem dann, wenn du im Norden wohnst, ist der Hardneck Knoblauch die bessere Wahl und verspricht die größeren Erfolge. Auch für den Anbau im Winter eignen sich die Sorten des Hardneck Knoblauchs wie der Sibirische Knoblauch, Deutscher Porzellanknoblauch oder der Ajo Rosa Knoblauch besser. Doch nicht nur seine Widerstandskraft gegen das kalte und raue Klima sprechen für den Hardneck Knoblauch. Auch die großen Knollen und Zehen und sein kräftiger Geschmack werden von Knoblauchliebhabern bevorzugt. Für den ökologischen Anbau ist der Hardneck Knoblauch besser geeignet.
Magst du es etwas milder oder suchst du einen Knoblauch, der sehr gut lagerbar ist, solltest du dich unbedingt für eine Sorte des Softneck Knoblauchs entscheiden. Du hast die Wahl zwischen vielen Sorten. Die Sorten Vivalto, Thermidrome und Cledor gehören unter anderem zum Softneck Knoblauch.
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