Die Nase läuft, der Hals kratzt und irgendwie fühlt sich der ganze Körper schlapp an. Eine Erkältung kündigt sich häufig ziemlich deutlich an. Während die einen sofort ihre Hausapotheke durchforsten, greifen andere erst einmal zu Hausmitteln. Honig, Ingwer, Zitrone und heiße Getränke gehören zu den Klassikern. Aber auch Knoblauch hat in der traditionellen Hausmedizin seit langer Zeit seinen festen Platz.
Eine frisch angeschnittene Knoblauchzehe riecht schließlich nicht gerade zurückhaltend. Da liegt der Gedanke nahe, dass in dieser kleinen Knolle einiges stecken muss. Tatsächlich enthält Knoblauch verschiedene schwefelhaltige Verbindungen, von denen besonders Allicin interessant ist.
Doch hilft Knoblauch wirklich bei einer Erkältung? Kann er Erkältungen verhindern, ihre Dauer verkürzen oder zumindest die Beschwerden lindern? Ganz so eindeutig ist die Sache nicht.
Knoblauch als Hausmittel bei Erkältungen
Knoblauch ist weit mehr als ein Küchengewürz. Er wurde in verschiedenen Kulturen traditionell auch zu gesundheitlichen Zwecken verwendet. Eine seiner klassischen Anwendungen ist bei Erkältungen und Atemwegsbeschwerden.
Dabei wurde und wird Knoblauch auf ganz unterschiedliche Weise eingesetzt: roh gegessen, mit Honig vermischt, als Bestandteil warmer Getränke oder einfach großzügig beim Kochen verwendet.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA führt die Knoblauchzwiebel (Allium sativum L., bulbus) tatsächlich im therapeutischen Bereich „Cough and cold“, also Husten und Erkältung. Dabei ist allerdings eine wichtige Einschränkung notwendig: Eine traditionelle Anwendung bedeutet nicht automatisch, dass die Wirksamkeit nach modernen wissenschaftlichen Maßstäben eindeutig bewiesen ist.
Genau diese Unterscheidung ist beim Hausmittel Knoblauch wichtig.
Warum gilt Knoblauch überhaupt als Hausmittel?
Wenn ihr eine Knoblauchzehe im Ganzen betrachtet, befindet sich darin zunächst kaum Allicin. Interessant wird es erst, wenn die Zehe verletzt wird.
Beim Schneiden, Hacken oder Zerdrücken kommen verschiedene Bestandteile miteinander in Kontakt. Das Enzym Alliinase kann dann aus Alliin unter anderem Allicin bilden. Diese Reaktion ist auch für den charakteristischen Geruch frisch zerdrückten Knoblauchs verantwortlich.
Allicin und weitere schwefelhaltige Verbindungen des Knoblauchs werden seit Langem wissenschaftlich untersucht.
In Laborversuchen wurden unter anderem antimikrobielle Eigenschaften beobachtet. Das führt allerdings schnell zu einem Missverständnis: Nur weil ein Stoff im Labor gegen bestimmte Mikroorganismen wirkt, bedeutet das noch nicht, dass der Verzehr von Knoblauch eine Erkältung beim Menschen behandeln kann.
Zwischen einem Laborversuch und einer tatsächlichen therapeutischen Wirkung im menschlichen Körper liegt ein großer Unterschied.
Hilft Knoblauch gegen Erkältungsviren?
Eine klassische Erkältung wird normalerweise durch Viren verursacht. Dabei kommen zahlreiche verschiedene Viren infrage, unter anderem Rhinoviren.
Deshalb bringen Antibiotika gegen eine gewöhnliche virale Erkältung normalerweise nichts. Auch Knoblauch sollte nicht als eine Art natürliches Antibiotikum betrachtet werden, das Erkältungsviren einfach beseitigt.
Zwar gibt es interessante Untersuchungen zu Inhaltsstoffen des Knoblauchs und ihrer Wirkung auf Mikroorganismen. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Werden Menschen tatsächlich seltener erkältet oder schneller gesund, wenn sie Knoblauch essen oder entsprechende Präparate einnehmen?
Hier wird die Datenlage deutlich dünner.
Kann Knoblauch einer Erkältung vorbeugen?
Immer wieder findet ihr die Behauptung, dass eine Knoblauchzehe am Tag Erkältungen verhindern könne. Wissenschaftlich lässt sich eine derart klare Aussage bislang nicht treffen.
Es gab Untersuchungen, in denen Knoblauchpräparate hinsichtlich der Häufigkeit von Erkältungen untersucht wurden. Einige Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Teilnehmer möglicherweise seltener erkältet waren.
Das Problem: Die Zahl qualitativ überzeugender Studien ist gering. Die vorhandenen Ergebnisse reichen nicht aus, um sicher behaupten zu können, dass Knoblauch zuverlässig vor Erkältungen schützt.
Ihr solltet Knoblauch deshalb eher als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung betrachten und nicht als Erkältungsschutz mit Garantie.
Verkürzt Knoblauch die Dauer einer Erkältung?
Auch hier gibt es keine überzeugenden Belege dafür, dass eine Portion Knoblauch eine bereits bestehende Erkältung deutlich verkürzt.
Eine gewöhnliche Erkältung verschwindet normalerweise von selbst. Wie lange die Beschwerden dauern, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.
Wer Knoblauch gerne isst, muss während einer Erkältung natürlich nicht darauf verzichten. Ihr könnt ihn problemlos in Suppen, Gemüsegerichte oder andere Speisen integrieren, sofern ihr ihn vertragt.
Er ersetzt aber weder Ruhe noch ausreichendes Trinken und schon gar nicht eine notwendige medizinische Behandlung.
Knoblauch roh essen bei Erkältung – sinnvoll oder nicht?
Bei Hausmitteln wird häufig empfohlen, Knoblauch möglichst roh zu essen. Dahinter steckt durchaus ein nachvollziehbarer Gedanke.
Allicin entsteht, wenn frischer Knoblauch zerkleinert wird. Durch starke Erhitzung können Enzyme und verschiedene Inhaltsstoffe beeinflusst werden. Wer Knoblauch ohnehin gerne roh isst, kann ihn beispielsweise fein hacken und in einen Dip, Kräuterquark oder Salat geben.
Ihr müsst deshalb aber keine rohe Knoblauchzehe herunterwürgen.
Gerade größere Mengen rohen Knoblauchs können unangenehm werden. Möglich sind beispielsweise:
- Sodbrennen oder Magenbeschwerden
- Blähungen und andere Verdauungsprobleme
- Reizungen im Mund
- starker Knoblauchgeruch
Mehr Knoblauch bedeutet deshalb nicht automatisch mehr Wirkung.
Knoblauch zerdrücken und kurz warten?
Rund um die Zubereitung von Knoblauch findet ihr häufig den Tipp, eine Knoblauchzehe zunächst zu zerdrücken und anschließend einige Minuten liegen zu lassen.
Der Hintergrund ist die Bildung von Allicin.
Beim Zerkleinern werden Zellstrukturen zerstört und Alliinase und Alliin können miteinander reagieren. Deshalb ist es grundsätzlich plausibel, Knoblauch vor der weiteren Verarbeitung zunächst zu zerkleinern oder fein zu hacken.
Daraus lässt sich allerdings keine exakte Regel wie „zehn Minuten warten und der Knoblauch wirkt gegen Erkältungen“ ableiten.
Die biochemischen Vorgänge sind interessant – einen garantierten Erkältungseffekt liefern sie nicht.
Knoblauch mit Honig bei Erkältung
Ein besonders bekanntes Hausmittel ist die Kombination aus Knoblauch und Honig.
Dafür wird beispielsweise eine Knoblauchzehe fein gehackt oder zerdrückt und mit etwas Honig vermischt. Manche lassen die Mischung einige Zeit ziehen.
Geschmacklich ist das sicherlich nicht jedermanns Sache.
Honig ist im Zusammenhang mit Erkältungsbeschwerden allerdings interessant. Besonders bei akutem Husten kann Honig eine wohltuende Wirkung haben. Deshalb ist die Kombination aus Honig und Knoblauch als traditionelles Hausmittel nachvollziehbar.
Ihr solltet daraus trotzdem keinen medizinischen „Knoblauchsirup“ mit garantierter Wirkung machen.
Wichtig: Honig ist für Kinder unter zwölf Monaten nicht geeignet.
Knoblauchtee bei Erkältung
Auch Knoblauchtee taucht immer wieder in Hausmittel-Ratgebern auf.
Eine einfache Variante besteht beispielsweise aus:
Zutaten:
1 Knoblauchzehe
250 ml heißes Wasser
etwas Honig nach Geschmack
optional etwas Zitrone
Die Knoblauchzehe wird zerdrückt oder fein gehackt und mit heißem Wasser übergossen. Nach einigen Minuten könnt ihr den Knoblauch abseihen und das Getränk etwas abkühlen lassen. Honig solltet ihr erst anschließend hinzufügen.
Ob ihr dieses Getränk wirklich mögt, ist eine andere Frage. Der Geschmack ist ziemlich kräftig.
Der Tee kann als warmes Getränk während einer Erkältung angenehm sein. Dass Knoblauchtee die Erkältung selbst beseitigt, ist dagegen nicht nachgewiesen.
Knoblauchmilch – ein fast vergessenes Hausmittel
Ein weiteres traditionelles Hausmittel ist Knoblauchmilch. Dafür wird Knoblauch zusammen mit Milch erwärmt und teilweise zusätzlich mit Honig gesüßt.
Solche Rezepte wurden vor allem bei Husten und Erkältungsbeschwerden verwendet.
Auch hier gilt: Ein warmes Getränk kann angenehm sein und bei einem gereizten Hals wohltuend wirken. Daraus sollte jedoch keine belegte Heilwirkung des Knoblauchs abgeleitet werden.
Wenn ihr Milch schlecht vertragt oder bei Erkältungen ohnehin keinen Appetit darauf habt, gibt es keinen Grund, euch zu diesem Hausmittel zu zwingen.
Knoblauch in der Erkältungssuppe
Vielleicht ist die einfachste Anwendung gleichzeitig die angenehmste: Ihr verwendet Knoblauch einfach beim Kochen.
Eine warme Gemüse- oder Hühnersuppe mit Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse versorgt euch mit Flüssigkeit und lässt sich auch dann meist gut essen, wenn der Appetit während einer Erkältung gering ist.
Knoblauch kann dabei frisch gehackt hinzugegeben werden.
Wer den Geschmack von rohem Knoblauch mag, kann eine kleine Menge auch erst kurz vor dem Servieren unter die Suppe rühren.
Eine solche Suppe ist kein Medikament. Sie kann aber Wärme, Flüssigkeit und Nahrung liefern – und genau das kann während einer Erkältung ausgesprochen angenehm sein.
Knoblauch in die Nase stecken? Bitte nicht!
In sozialen Netzwerken tauchen immer wieder Videos auf, in denen Menschen geschälte Knoblauchzehen in ihre Nasenlöcher stecken. Anschließend läuft teilweise viel Nasensekret heraus, was den Eindruck vermittelt, der Knoblauch hätte die Nase „gereinigt“.
Davon solltet ihr die Finger lassen.
Knoblauch kann Schleimhäute reizen. Außerdem besteht bei Fremdkörpern in der Nase grundsätzlich die Gefahr, dass sie stecken bleiben oder andere Probleme verursachen.
Dass nach einer solchen Aktion Sekret aus der Nase läuft, beweist außerdem nicht, dass eine Erkältung behandelt wurde.
Knoblauch gehört auf den Teller – nicht ins Nasenloch.
Vorsicht mit Knoblauch auf der Haut
Ähnlich problematisch ist die Vorstellung, zerdrückten Knoblauch äußerlich anzuwenden.
Frischer Knoblauch kann die Haut erheblich reizen. In der medizinischen Literatur sind sogar Verbrennungen beziehungsweise schwere Hautreaktionen nach längerer Anwendung von rohem Knoblauch beschrieben worden.
Besonders ungünstig ist es, zerdrückten Knoblauch auf die Haut zu legen und anschließend mit einem Verband abzudecken.
Dass Knoblauch ein Naturprodukt ist, bedeutet nicht automatisch, dass jede Anwendung ungefährlich ist.
Kann man bei einer Erkältung jeden Tag Knoblauch essen?
Wenn ihr Knoblauch gut vertragt, spricht für die meisten gesunden Erwachsenen grundsätzlich nichts dagegen, ihn in normalen Mengen als Lebensmittel zu verwenden.
Eine konkrete „Erkältungsdosis“ gibt es jedoch nicht.
Ihr müsst deshalb weder drei noch fünf rohe Knoblauchzehen am Tag essen, nur weil euch jemand verspricht, dass die Erkältung dadurch schneller verschwindet.
Große Mengen können Magen und Darm belasten. Außerdem kann Knoblauch unter bestimmten Umständen die Blutgerinnung beeinflussen. Besondere Vorsicht kann deshalb unter anderem bei bestimmten Medikamenten und vor Operationen notwendig sein.
Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder größere Mengen Knoblauch beziehungsweise konzentrierte Knoblauchpräparate verwenden möchte, sollte mögliche Wechselwirkungen ärztlich oder in der Apotheke abklären.
Knoblauchpräparate sind nicht dasselbe wie eine Knoblauchzehe
Bei der Recherche zu Knoblauch stoßt ihr schnell auf Knoblauchpulver, Knoblauchöl, Extrakte, Kapseln und andere Nahrungsergänzungsmittel.
Dabei entsteht leicht der Eindruck, sämtliche Forschungsergebnisse zu Knoblauch ließen sich auf eine frisch gehackte Zehe übertragen.
So einfach ist es nicht.
Je nach Verarbeitung unterscheiden sich die enthaltenen beziehungsweise entstehenden Stoffe erheblich. Auch Dosierung und Zusammensetzung können variieren.
Wenn in einer Studie ein bestimmter standardisierter Knoblauchextrakt untersucht wurde, bedeutet das deshalb nicht automatisch, dass eine Knoblauchzehe dieselbe Wirkung besitzt.
Umgekehrt lässt sich aus Untersuchungen mit frischem Knoblauch nicht ohne Weiteres auf jedes Nahrungsergänzungsmittel schließen.
Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn ihr Aussagen über die gesundheitliche Wirkung von Knoblauch beurteilen möchtet.
Was hilft bei einer Erkältung außerdem?
Eine unkomplizierte Erkältung heilt meistens von selbst aus. Trotzdem könnt ihr einiges tun, um die Zeit angenehmer zu gestalten.
Ausreichend Flüssigkeit, Ruhe und Schlaf gehören zu den einfachsten Maßnahmen. Bei einer verstopften Nase können Kochsalzlösungen hilfreich sein. Warme Getränke werden bei einem gereizten Hals häufig als angenehm empfunden.
Knoblauch kann dabei Teil eurer Ernährung sein. Er muss aber nicht im Mittelpunkt der Erkältungsbehandlung stehen.
Vor allem solltet ihr euch nicht allein auf Hausmittel verlassen, wenn ungewöhnlich starke oder anhaltende Beschwerden auftreten.
Wann sollte man mit einer Erkältung zum Arzt?
Nicht jeder Husten und jedes Fieber ist eine harmlose Erkältung. Hinter ähnlichen Beschwerden können beispielsweise Influenza, COVID-19 oder andere Atemwegsinfektionen stecken.
Ärztlichen Rat solltet ihr insbesondere einholen, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, sich deutlich verschlechtern, länger anhalten oder Atemnot, starke Schmerzen, hohes beziehungsweise anhaltendes Fieber oder andere besorgniserregende Symptome auftreten.
Bei Säuglingen, älteren oder immungeschwächten Menschen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann eine frühere medizinische Abklärung sinnvoll sein.
Was kann Knoblauch bei einer Erkältung nun wirklich?
Knoblauch gehört nicht ohne Grund zu den traditionsreichsten Hausmitteln. Seine schwefelhaltigen Inhaltsstoffe sind wissenschaftlich interessant und werden intensiv untersucht. Auch die traditionelle Verwendung von Knoblauch im Zusammenhang mit Erkältungen ist gut dokumentiert.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Knoblauchzehe eine Erkältung heilen kann.
Die derzeitige Studienlage reicht nicht aus, um Knoblauch als zuverlässig wirksames Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung einer gewöhnlichen Erkältung zu betrachten.
Wenn ihr Knoblauch mögt und vertragt, könnt ihr ihn während einer Erkältung trotzdem wunderbar in eure Ernährung integrieren – roh, in einer Suppe oder als Bestandteil eines traditionellen Hausmittels mit Honig.
Vielleicht ist genau das die vernünftigste Art, mit diesem alten Hausmittel umzugehen: die Knolle nicht zum Wundermittel erklären, aber auch nicht unterschätzen, wie interessant ihre Inhaltsstoffe und ihre jahrhundertelange Verwendung sind.
Häufige Fragen zu Knoblauch bei Erkältung
Hilft Knoblauch gegen eine Erkältung?
Knoblauch wird traditionell bei Erkältungen verwendet und enthält interessante schwefelhaltige Pflanzenstoffe. Wissenschaftlich ist bislang jedoch nicht ausreichend belegt, dass Knoblauch eine Erkältung zuverlässig heilt oder deutlich verkürzt.
Kann Knoblauch Erkältungen verhindern?
Einzelne Untersuchungen liefern Hinweise auf mögliche Effekte. Insgesamt gibt es jedoch zu wenig hochwertige Forschung, um Knoblauch als zuverlässige Vorbeugung gegen Erkältungen zu empfehlen.
Ist roher Knoblauch bei Erkältung besser?
Beim Zerkleinern von frischem Knoblauch entsteht unter anderem Allicin. Das macht rohen beziehungsweise frisch zerkleinerten Knoblauch aus wissenschaftlicher Sicht interessant. Dass roher Knoblauch deshalb eine Erkältung besser behandelt, ist jedoch nicht belegt.
Wie viel Knoblauch sollte man bei einer Erkältung essen?
Eine wissenschaftlich anerkannte Knoblauchdosis zur Behandlung einer Erkältung gibt es nicht. Knoblauch sollte deshalb in üblichen Lebensmittelmengen und entsprechend der persönlichen Verträglichkeit gegessen werden.
Hilft Knoblauch mit Honig gegen Husten?
Honig kann bei akutem Husten wohltuend sein. Für einen zusätzlichen klinisch relevanten Effekt des Knoblauchs in einer Honig-Knoblauch-Mischung gibt es dagegen keine ausreichenden Belege.
Darf man Knoblauch in die Nase stecken?
Nein. Knoblauch kann die empfindliche Nasenschleimhaut reizen und gehört nicht in die Nasenlöcher.
Kann zu viel Knoblauch schaden?
Ja. Besonders größere Mengen rohen Knoblauchs können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen und Reizungen verursachen. Bei bestimmten Medikamenten und vor Operationen können außerdem mögliche Auswirkungen auf die Blutgerinnung relevant sein.
Ist Knoblauch ein natürliches Antibiotikum?
Diese Bezeichnung ist irreführend. Inhaltsstoffe des Knoblauchs zeigen zwar in Laboruntersuchungen antimikrobielle Eigenschaften. Daraus folgt aber nicht, dass Knoblauch beim Menschen wie ein medizinisch eingesetztes Antibiotikum wirkt. Erkältungen werden zudem überwiegend durch Viren verursacht.

Als Kind habe ich noch gestöhnt, wenn ich im Garten meiner Eltern Unkraut zupfen musste. Heute bewirtschafte ich mit viel Leidenschaft den eigenen Garten. Und der besteht nicht nur aus Blumen, sondern eben auch aus zahlreichen Gemüsesorten für die Selbstversorgung.
Dabei probiere ich immer wieder neue Sorten und Anbaumethoden aus. Besonders der Knoblauch hat es mir angetan. Vieles, worüber ich auf **knoblauch-anbauen.de** schreibe, kenne ich aus eigener Erfahrung oder teile die Erfahrung von befreundeten Gärtnern. Schließlich wissen viele mehr als einer.
Mit meinem Blog möchte ich mein Wissen, meine Erfahrungen und natürlich auch das, was einmal nicht funktioniert hat, mit dir teilen.

